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HTBW als Öko Festival?

Das Horn to be Wild steht dieses Jahr unter dem Motto Nachhaltigkeit. Um euch zu zeigen wie wir zusammen ein nachhaltiges Festivalerlebnis schaffen können, möchten wir euch hier vorstellen, welche Maßnahmen wir ergreifen und welche ihr ergreifen könnt.


Die ersten Assoziationen wenn man an Musikfestivals denkt sind nicht unbedingt Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Es wird eher an eine große Party gedacht, wobei diese beiden wichtigen Aspekte schnell untergehen. Trotzdem gibt es Mittel und Wege ein Festival, welches schon ein großer Müllproduzent an sich ist, umweltfreundlicher zu gestalten. Das ganze Thema beschäftigt uns eigentlich schon von Anfang an, aber erst in diesem Jahr haben wir die Möglichkeit, uns dem Thema stärker zu widmen.


Das wohl größte Problem für unseren Planeten ist der Müll und davon produzieren wir mit jedem HTBW viel zu viel. Das fängt bei Verpackungsmaterialien an und hört bei der Verpflegung auf. Schon im letzten Jahr haben wir angefangen gegen diesen Faktor vorzugehen, indem wir Mehrwegbecher eingeführt haben. Dieses Jahr wollen wir unsere Anstrengungen in diese Richtung verschärfen. Wie ihr vielleicht schon auf unseren Social Media Kanälen gesehen habt, kooperieren wir dieses Jahr mit Cup2date. Dieses Crowdfundingprojekt aus Bremen hat ein Pfandsystem entwickelt, das es euch ermöglicht euren Coffee to go zu geniessen, ohne dass ihr einen klobigen Mehrwegbecher mit euch herum tragen müsst. Das ist eine wirklich tolle Idee und wir freuen uns, dass sich Cup2date dieses Jahr an unserer Kaffeebar bei euch vorstellen wird.
Auf mehrtägigen Festivals gibt es übrigens in der Regel einen Müllpfand. Ein System, das nicht nur die Umwelt sondern auch euren Geldbeutel schont. Sammelt einfach beim Abbau oder schon vorher  euren Müll in Müllsäcken, gebt diese ab und erhaltet pro Sack einige Euro. Der Müll wird für euch umweltgerecht entsorgt und ihr konntet einige Kosten decken. Müll sparen könnt ihr auch indem ihr auf zum Beispiel Plastikbecher und -besteck verzichtet. Fast jeder hat noch aus Kindheitstagen bunte Tupperbecher, die sich für solche Gelegenheiten hervorragend eignen. Außerdem solltet ihr darauf achten, Zelt und Pavillon nicht auf dem Gelände liegen zu lassen oder zu günstig einzukaufen. Qualitätsprodukte halten mehreren Festivals und Campingtrips stand und langfristig spart ihr Geld und Müll ein.


Aber ihr könnt euch beim Festivalcamping auch nachhaltig ernähren. Verzichtet zum Beispiel auf die Dosenravioli und bringt euch etwas selbstgekochtes in Mehrwegbehältern mitbringen. Das schmeckt vermutlich deutlich besser (auch wenn gegen Ravioli geschmacklich absolut nichts einzuwenden ist) und es fällt weniger Verpackungsmüll an. An dieser Stelle sei außerdem darauf hingewiesen, dass ihr durch weniger Konsum nachhaltiger (und gesünder) unterwegs seid.

Wie wir euch schon seit dem ersten Horn to be Wild erzählen, könnt ihr auch umweltschonend anreisen. Zum Beispiel mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu kommen. Unmittelbar um das Festivalgelände gibt es viele Möglichkeiten seinen Drahtesel anzubinden. (Ist er allerdings mal krank und zur Zeit beim Tierarzt, gibt es die Möglichkeit sich  für einen Tag oder ein paar Stunden einen Ersatz-Esel zu mieten. Der Weser Kurier bietet in Bremen zum Beispiel das WK Bike an und hat sogar eine Station im Rhododendron Park.) Wenn es aber für euch zu weit ist, steigt doch einfach auf Bus und Bahn um, von der Haltestelle seid ihr in Nullkommanix auf dem Festivalgelände. Bei Festivals, die weiter entfernt sind, finden sich oft einige Gleichgesinnte zum Carsharing. 


Zum Abschluss möchten wir noch auf einen Punkt eingehen, den wir grob unter dem Begriff “Spaßfaktor” zusammenfassen würden. Denn was ist ein Festival ohne Deko an Mensch und Umgebung? In den letzten Jahren konnten wir bei euch und uns beobachten, dass Konfetti sehr beliebt war. Doch auch wenn wir mit Konfeddi eine herausragende Band am Start haben, sind die kleinen bunten Papierschnipsel natürlich ebenfalls eine Umweltbelastung und sollten bestenfalls nur in der biologisch abbaubaren Variante geworfen werden. Und auch Glitzer gibt es inzwischen in einer umweltschonenden Form. Für die Blumenkranzliebhaber unter euch gibt es auch eine bessere Möglichkeit als den aus Plastik zu kaufen.  Ihr könnt euch euren eigenen Kranz aus Blumen gestalten aber lasst euch lieber beraten welche Blumen am besten geeignet sind.  Müssen es die Siefenblasen aus dem Plastikbehälter sein? Versucht doch mal, sie selber herzustellen oder kauft die Seifenblasenflüssigkeit unseres neuen Partners EInhornpipi, der auch beim HTBW für euch da sein wird.

Zu all diesen Punkten werdet ihr bei der Suchmaschine eures Vertrauens sicherlich einige Links und Videotutorials finden.
Die Art wie, was und wie viel ihr konsumiert und kauft kann schon einen großen Einfluss auf die Umwelt haben, denn denkt dran, nur weil ihr etwas wegwerft, verschwindet es noch lange nicht von unserem Planeten.

Habt einen tollen und vielleicht etwas grüneren Festivalsommer! 🙂